Eine Frau, 47 Jahre, Mutter zweier Kinder, die ich seit fast 10 Jahren schon begleite und bereits erfolgreich wegen chronischer Krankheiten wie Migräne oder Morbus Crohn behandeln konnte, kam nun wieder in die Praxis, da sie fürchtete, in eine manifeste, anhaltende Angststörung zu schlittern. Im Vorfeld gab es in ihrem direkten Umfeld einen tragischen plötzlichen Todesfall, der sie zutiefst erschüttert hatte und den wir zu der Zeit mit akuten Schock- und Trauermitteln soweit gut auffangen konnten. Doch offensichtlich war dadurch auch eine tieferliegende Grundangst getriggert worden und die Patientin „war nicht mehr sie selbst“. All ihre vielen Interessen und ihre Reise- und Lebensfreude waren verschwunden und sie suchte nur noch Rückzug.
Wir begannen also eine kombinierte homöopathische und psychotherapeutische Behandlung der Angststörung, analysierten gemeinsam ihre Ängste und andere Überforderungsgefühle. In Verbindung mit jeweils passenden homöopathischen Arzneien geschahen tiefe, lösende und verarbeitende Prozesse, die sich auch über den Körper zeigten, mit dem anschließenden Gefühl der Patientin: „jetzt ist es draußen“.
So waren bald die Ängste weg, die Lebensfreude wieder da und die Resilienz gegen herausfordernde Situationen im beruflichen Alltag wieder gegeben. "Ich bin wieder ich!“ war der erfreulichste Satz unserer abschließenden Sitzung. Ich konnte wieder feststellen, wie viel leichter, lebendiger und v.a. wie viel schneller wir in der Kombination von Psychotherapie und klassischer Homöopathie bei Angststörungen bei Kindern als auch Erwachsenen und grundsätzlich bei den meisten psychisch-seelischen Beschwerden helfen können und auch wie tief und nachhaltig hier die Wirkung ist!
