Gesprächsterapie und Traumatherapie

Jeder Mensch trägt die Fähigkeit zur Selbstheilung bereits in sich. Meine Aufgabe als Therapeutin sehe ich darin, den ganz persönlichen und individuellen Weg dorthin zu öffnen und den Klienten dabei eine verlässliche Begleiterin zu sein.

Über Trauma und Traumatherapie

Traumatherapie in meiner Praxis in Regensburg - Methoden und Ablauf

Schreibtisch, Hand der Therapeutin führt kleine Holzfiguren auf dem Tisch für anschauliche traumatherapeutische Arbeit.

In der Regel behandle ich Trauma immer in einer Kombination von klassischer Homöopathie und verschiedenen traumatherapeutischen Methoden. Meine langjährige Erfahrung hat mir gezeigt, dass dies ein deutlich effektiverer, leichterer und auch schnellerer Weg ist als nur mit psycho- oder körpertherapeutischen Methoden allein zu behandeln. 


Genaueres über den Ablauf der Behandlung und über die Kosten erfahren Sie  hier: Behandlung.


Meine traumatherapeutischen Ansätze und Methoden: 


Compassionate Inquiry nach Dr. Gabor Maté 

Dr. Gabor Maté, der inzwischen sehr bekannte kanadische Arzt, hat sein langes Berufsleben damit verbracht, die Zusammenhänge zwischen Bindungs- und Entwicklungstrauma (dazu mehr weiter unten) und körperlichen Erkrankungen zu beobachten und zu erforschen. In den beiden Weiterbildungs-Kursen, die ich bei ihm gemacht habe, sah ich meine Beobachtungen und meinen psychosomatischen Behandlungsansatz auch in Punkto Trauma voll und ganz bestätigt. (sh dazu auch sein Buch: Dr. Gabor Maté: Wenn der Körper Nein sagt)


Seine Herangehensweise zur Heilung und Integration von Trauma ist der liebevolle und mitfühlende Umgang mit sich selbst und das Verstehen der eigenen Reaktionsweisen auf die erlebten Erfahrungen der (meist frühen) Kindheit – daher auch der Name seiner therapeutischen Methode: „Compassionate Inquiry“ (Mitfühlendes Erkunden/Erfragen), die ich auch in meiner Praxis anwende. Diesen empathischen und wertfreien Erkundungs-Raum finden Patienten ja sowieso schon in meiner Heilpraxis vor und so können wir gemeinsam ausprobieren wie es gehen kann, diese Empathie auch mit und für sich selbst zu finden.


Tiefenpsychologische Ansätze

Auch nutze ich die tiefenpsychologischen Ansätze C.G.Jungs, insbesondere die Arbeit mit Symbolen und Träumen, um die Botschaften des Unterbewussten, das immer auf Heilung ausgerichtet ist, bewusst und damit nutzbar zu machen um das uns innewohnende Potential zur Selbstheilung zu aktivieren. Dies kann sehr gut ergänzt und unterstützt werden durch die schamanischen Heilmethoden - siehe auch hier. 


Arbeit mit inneren Anteilen und Aktivierung eigener innerer Ressourcen

Ebenso arbeite ich in meiner Regensburger Praxis mit den ressourcen-orientierten Methoden nach Maike Maja Nowak und dem IFS (Inner Family System nach R. Schwartz). Auch hier geht es darum, liebevoll und freundlich die eigenen Bewältigungsmechanismen zu analysieren und zu verstehen, die uns - teilweise als recht autonom agierende seelische Anteile - geholfen haben, mit dem umzugehen, was wir erlebt haben und die uns ermöglicht haben, damit zurecht zu kommen.


So können wir uns selber mehr Anerkennung und Wertschätzung entgegen bringen. Dies bringt deutlich mehr Frieden, Ruhe und Stabilität in unser eigenes Leben und auch in unsere  Beziehungen und ermöglicht uns auf lange Sicht, mit dem Erlebten Frieden zu schließen, die Anteile nachreifen zu lassen und mit unserem ganzen Potenzial im Hier und Jetzt anzukommen. 


Es geht dabei explizit nicht um Schuldzuweisungen und Abschottung und auch nicht um „Verzeihen“, was ich persönlich für sehr fragwürdig und ungesund halte. Durch diese Arbeit versetzen wir uns in die Lage, wieder auf unsere vielen, kraftvollen Ressourcen und auf unser echtes, unverletztes, authentisches Wesen zuzugreifen, was ein echtes und ehrliches „In Frieden Sein“ mit uns und allem, was wir erlebt haben, automatisch zur Folge hat. Und das sollte das Ziel einer jeden guten Traumatherapie sein. 


Wissenswertes: Was ist eigentlich Trauma?

In der Psychotraumatologie bzw. der Traumatherapie kennt man zwei Arten von Trauma:

Schocktrauma / Typ-1-Trauma

Zwei Hände nicht ganz gefaltet, nach oben gegen den Himmel gehalten lassen die Sonne zwischen den Handflächen durch strahlen.

Zunächst gibt es da das sog. Schocktrauma, auch Typ-1-Trauma, das man auch als akutes Trauma bezeichnet, auch wenn dieses latent chronifiziert in der Psyche schlummern kann. Für die Behandlung dieser Art von Traumafolgen und der dadurch entstandenen Symptome wie Angstattacken, Schweißausbrüche, Herzrasen, Alpträume etc., z.B. nach einem Unfall oder einer Naturkatastrophe, einem Einbruch, dem Erleben von Gewalt oder Krieg, haben wir sehr wirkungsvolle homöopathische Mittel zur Verfügung, können dies analog einer akuten Erkrankung gut behandeln und in der Regel das überforderte Nervensystem und die Psyche wieder beruhigen und so Verarbeitung ermöglichen. 

Auch kann es sein, dass nach einem früher erlebten entsprechenden Ereignis dieses durch entsprechende Auslöser wieder getriggert werden kann. 

Ein Beispiel aus meiner Praxis dazu: eine Patientin, die wegen ganz anderer chronischer Beschwerden in einer laufenden Behandlung war, kam durch herausfordernde Lebensumstände in eine starke Überforderungssituation. Dabei kommt es bei ihr immer wieder einmal vor, dass dann ein sehr bedrohliches Erlebnis aus der Kindheit wieder auftaucht und ihr massive Alpträume und panische Ängste in der Nacht verursacht. Durch die Gabe eines passenden homöopathischen, trauma-wirksamen Arzneimittels, konnte dieser Alarmzustand des Nervensystems eingefangen werden, die Situation beruhigte sich sehr schnell und die Patientin konnte wieder ruhig schlafen.  

Typ-2-Trauma/ Bindungs-und Entwicklungstrauma

Komplexer und langwieriger, auch schwieriger zu fassen und zu durchschauen ist das Typ-2-Trauma. Dieses wird oft als chronisches oder komplexes Trauma bezeichnet oder ist aktuell auch sehr häufig unter den Begriffen Bindungs- und Entwicklungstrauma zu finden. 


Von dieser Art Traumatisierung gibt es starke graduelle Abstufungen, denn es entsteht aus länger anhaltenden oder häufig wiederkehrenden, ganz unterschiedlichen zwischenmenschlichen Gewalt- oder auch Vernachlässigungssituationen. 

Die graduellen Unterschiede ergeben sich auch daraus, ob es um sehr heftige Situationen wie (sexuellen) Missbrauch oder körperliche Gewalt geht oder um subtile emotionale Themen. Auch letztere können in der Psyche genau so traumatisierend und insbesondere beängstigend und verunsichernd wirken und eine gesunde und freie Entwicklung eines Kindes oder Jugendlichen zu einem in sich ruhenden, selbstsicheren Erwachsenen mit gesunden und sicheren Beziehungen erschweren oder stark behindern. Oft ist das Verstehen dieser subtilen Entwicklungstraumata sogar viel schwieriger, weil sie nicht so eindeutig sind und weil wir oft mit so einer Durchhaltementalität unterwegs sind nach dem Motto „stell Dich nicht so an, ist ja nun wirklich nicht so dramatisch!“. Auf diese Weise führen wir mit uns selber genau das fort, was uns initial traumatisiert hat: die eigenen Wahrnehmungen nicht wichtig, ja oft nicht einmal wahrnehmen, Bauchgefühl und Bedürfnisse ignorieren, Zähne zusammen beissen und weiter machen. 


Mehr zum Typ-2-Trauma und den Behandlungsansätzen dazu in meiner Praxis finden Sie hier auf meinem Blog.

Klientenzentrierte Gesprächs-Psychotherapie nach C. Rogers

Heilpraktikerin Frau Weitzdörfer und Patientin in Gesprächstherapie gegenüber sitzend. Entspannte und aufmerksame Stimmung.

Die Gesprächstherapie nach Rogers ist eine wunderbare psychotherapeutische Methode, die davon ausgeht, dass jeder Mensch in sich bereits weiß, was die Lösung seines Problems ist. Durch Spiegelung und Empathie finden wir dabei im Gespräch den Weg da hin. 


Ich habe im Laufe meiner langjährigen Erfahrung als klassisch homöopathische Therapeutin festgestellt, dass der Weg zur richtigen konstitutionellen Arznei nur über eine gute und tiefe Gesprächsführung in der Anamnese geht. Und tatsächlich bringt dies den Patienten bereits sehr viel Gewinn! 


Letztlich ist die Gesprächstherapie also ein „Nebenprodukt“ meiner tiefgehenden klassisch-homöopathischen und psychosomatischen Behandlung, die zu deutlich mehr Verständnis für sich selber, innerer Klarheit, Lösungen für Probleme und Konflikte und letztlich zu einem starken Zuwachs der Selbstermächtigung im Leben führt. 


Aus diesem Grund hat das Gespräch im Rahmen der Termine in meiner Heilpraxis einen hohen Stellenwert und ich plane immer genug Zeit ein, um auch einen sich aus dem Kontext ergebenden gesprächs-psychotherapeutische Prozess in Ruhe geschehen lassen zu können. 

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