Homöopathie bei Frauenleiden

Endometriose

Endometriose ist eine chronische, oft schmerzhafte Erkrankung, von der etwa 10 % der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen sind – das entspricht rund 2 Millionen Frauen in Deutschland. Die Krankheit entsteht, wenn sich Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter ansiedelt, z. B. an Eierstöcken, im Becken oder selten sogar an anderen Organen. Dies führt zu starken Menstruationsbeschwerden, chronischen Schmerzen, Erschöpfung und oft auch Unfruchtbarkeit.

Typische Symptome sind:

  • extreme Regelschmerzen, die sich nicht durch Schmerzmittel lindern lassen,
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Wasserlassen,
  • Zyklusunabhängige Unterbauchschmerzen,
  • Müdigkeit und Erschöpfung.

Endometriose wird oft erst nach Jahren diagnostiziert, da die Beschwerden zunächst als „normale“ Regelschmerzen abgetan werden. Mit der richtigen Behandlung – z. B. durch Schmerztherapie, Hormontherapie, Ernährungsumstellung oder komplementärmedizinische Ansätze wie klassische Homöopathie– lassen sich die Symptome jedoch lindern und die Lebensqualität deutlich verbessern.

Behandlungsbeispiel aus der Praxis: Endometriose homöopathisch behandelt

Eine junge Frau kommt wegen Endometriose zu mir in die Praxis. Die Symptome, die sie jeden Monat ertragen muss wenn sie ihre Periode hat sind kaum vorzustellen, und das von Anfang an:

erst ein Brennen wie Feuer und dann ein stechender Schmerz wie von Messern, die von unten in den Unterleib scheiden. Die Schmerzen erstrecken sich in die Beine bis zu den Knien, die Beine werden taub, verkrampft und wie gelähmt, sie kann dann nicht mehr gehen, die Beine nicht mehr bewegen, fällt dann schon auch mal vom Stuhl. Alle paar Monate ist der Schmerz so schlimm, dass der ganze Körper verkrampft und steif ist und sie dann auch den Mund teilweise nicht mehr bewegen kann. Gegen diese Höllenschmerzen helfen keine Schmerzmittel, sie hat Unmengen davon genommen, jeden Monat, bis hin zu Narkosemitteln. Bei einer Endoskopie wurden viele Verwachsungen festgestellt und dass die Blase auch befallen ist. Nach dem Eingriff waren die Schmerzen noch länger andauernd und zu alldem gesellte sich noch ein Prämenstruelles Syndrom.

In diesem Zustand, mit den Worten „Ich kann nicht mehr“ und keiner Perspektive für eine einigermaßen gute Zukunft, kam sie in meine Praxis. Die Pille hatte sie natürlich versucht, vertrug sie nicht, musste sich übergeben, Kopfschmerzen und Depressionen waren die Nebenwirkungen davon.

 

Mit der konstitutionellen klassisch homöopathischen Behandlung wurden die Beschwerden langsam nach und nach immer weniger. Ein Jahr nach Beginn der Behandlung kam sie zum Folgetermin und war nur glücklich – die Periode ist ganz normal geworden. Keine steifen Beine mehr, keine Schmerzen zum Schreien und Sterben, eine ganz normale Periode!! Sie fühlt sich kraftvoll, optimistisch und lebt begeistert und engagiert ihr Leben.

 

(Bild: Silviarita auf Pixaby, freie Nutzung )

 Zyklusstörungen, PCO und unerfüllter Kinderwusch

Zyklusstörungen und unerfüllter Kinderwunsch betreffen viele Frauen und Paare in Deutschland. Etwa 10–15 % der Frauen im reproduktionsfähigen Alter haben Zyklusstörungen, die von unregelmäßigen Blutungen über ausbleibende Perioden bis hin zu starken Schmerzen reichen können. Unerfüllter Kinderwunsch ist ein weitverbreitetes Thema: Jedes sechste Paar in Deutschland bleibt auf natürlichem Weg ungewollt kinderlos.

Häufige Ursachen für Zyklusstörungen sind:

  • Hormonelle Ungleichgewichte (z. B. Schilddrüsenprobleme, PCOS),
  • Stress oder psychische Belastungen,
  • Ernährungsmängel oder extremes Untergewicht/Übergewicht,
  • Endometriose oder Myome.

Unerfüllter Kinderwunsch kann viele Gründe haben – bei etwa 30 % der Fälle liegt die Ursache bei der Frau, bei 30 % beim Mann und bei weiteren 30 % bei beiden Partnern oder bleibt ungeklärt. Mit einer ganzheitlichen Diagnostik (z. B. Hormoncheck, Ultraschall, Spermiogramm) und individuellen Therapieansätzen – von Naturheilkunde über Homöopathie bis hin zu psychologischer Unterstützung – lassen sich jedoch oft Wege finden, den Kinderwunsch auch ohne die extrem belastenden Hormonbehandungen auf natürlichem Wege zu erfüllen. Wichtig ist Geduld und eine ganzheitliche Betrachtung, denn jeder Körper und jede Situation ist einzigartig.

Praxisbeispiel: PCO (Polyzystisches Ovarsyndrom), fehlende Menstruation/fehlender Zyklus, unerfüllter Kinderwunsch behandelt mit klassischer Homöopathie

Eine Frau, Ende zwanzig, kommt 2019 zu mir in die Praxis mit der Diagnose PCO. Sie hatte noch nie in ihrem Leben (!) einen auch nur annähernd regelmäßigen Zyklus bzw. überhaupt keine Menses, daher über lange Zeiträume die Pille genommen oder andere medikamentöse Behandlungen erhalten. Alles ohne Erfolg, es stellte sich nach Absetzend der Pille kein eigener Zyklus ein. Nun rückte der Kinderwunsch näher, daher suchte sie auf Empfehlung aus der Familie meine Praxis auf.


Nach einem ausführlichen Erstgespräch, in dem wir alle körperlichen Symptome und Beschwerden durchgingen und dem Erfassen aller charakterlichen und konstitutionellen Merkmale verordnete ich der Patientin ein auf sie individuell passendes homöopathisches Einzelmittel in einer C 200 als einmalige Gabe. Beim Folgetermin ca. sechs Wochen später konnte sie mir berichten, dass sie eine Woche zuvor ihre Menstruation bekommen hatte!


Im weiteren Verlauf stellte sich allmählich ein guter, eigener Zyklus ein und auch andere Symptome wie Schlafstörungen, Versagensängste oder Schmerzen am Bewegungsapparat verschwanden.


Inzwischen habe ich erfahren, dass bereits das zweite Kind nun gut in dieser Welt angekommen ist und ich habe mich einfach mal wieder so gefreut über ein weiteres homöopathisches Baby!! Der große Bruder hatte nämlich bereits ziemlich genau zwei Jahre nach Behandlungsbeginn das Licht der Welt erblickt und ist schon ein großer, lebensfroher Bub. Und das alles mit ein paar „Zuckerkügelchen“ – ohne belastende und teure Hormonbehandlung und andere Torturen!


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